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Seoul, Hauptstadt Süd-Koreas

 

21.5.
Werden vom örtlichen Steinway Händler und seiner Frau vom Flughafen abgeholt.
Ich hatte die beiden schon in Hamburg als sehr liebenswert kennen gelernt. Auch jetzt werden wir auf das Wärmste empfangen.
Er hat innerhalb der Firma den Spitznamen „Weißer Tiger“. Uns wird schnell klar warum. Woon Peak gilt als sehr zielstrebig und durchsetzungskräftig. Er überlässt nichts dem Zufall.
Die Amerikaner haben einen Ausdruck dafür: „Control-Freak“.
Für uns ist das sehr angenehm, weil alles so schön organisiert ist. Unser dreitägiger Aufenthalt ist penibel durchgeplant. Er selbst hat mit seiner Frau schon zwei Stunden vor unserer Ankunft am Flughafen gewartet, um nicht zu spät zu sein.

Werden vom ca. 70 km weit entfernten Flughafen Incheon in die Stadt gebracht. Hotelzimmer samt Zustellbetten sind hergerichtet. Ein detaillierter Ablaufplan unseres Aufenthalts liegt bereit.

Auf dem Weg zum Hotel fiel auf, dass das Stadtbild im Vergleich zu dem in Hong Kong recht unspektakulär ist. An diesem Tage ist außerdem das Wetter schlecht. Das drückt ein wenig auf die Stimmung.
Seoul beherbergt mit seinen zwölf Millionen Einwohnern ein Drittel der gesamten südkoreanischen Bevölkerung. Die Stadt hat kaum Hochhäuser, und ist flächenmäßig entsprechend ausgedehnt. Das macht die Fahrt-Strecken lang. Außerdem erstickt die Stadt im Verkehr.
Das Hotel, hat trotz des hohen Status, wenig Flair. Wir sind froh, genug Platz für die Familie vorzufinden.
Das Hotel beherbergt die koreanische Fussball-Nationalschaft, die sich auch für die Weltmeisterschaft in Deutschland in 2 Wochen qualifiziert hat. Bei der WM vor 4 Jahren belegte sie (im eigenen Land) einen sensationellen vierten Platz. Seitdem sind die Spieler Volkshelden. Überhaupt dreht sich alles im Lande nur um Fußball.
In der Lobby wird mir Dick Advokaat, der Holländische Trainer der Koreaner vorgestellt. (In Fussballerkreisen auch der „General“ genannt). Er outet sich als großer Klavierfan und lädt uns zum Testspiel in zwei Tagen gegen die senegalesische Nationalmannschaft ein. Bedauerlicherweise genau der Abend meines Konzertes. Entschuldige mich, dass ich die Einladung nicht annehmen kann.
Essen noch eine Kleinigkeit, und gehen früh ins Bett.