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Tauranga, ruhiges Wasser

8.00 Uhr
Wir haben an der Pier von Tauranga/Neuseeland festgemacht.
Es ist ein mit 22° Celsius für deutsche Verhältnisse recht schöner Spätsommertag. Es bläst ein frischer Wind vom Meer. Um den Anleger zu erreichen, musste ein Lotse auf das Schiff kommen. Die Einfahrt war zwischen dem 232 m hohen Hügel Mount Maunganui und der direkt davor liegenden sandigen Insel Matakana recht schmal.
Es wird mit einem Blick deutlich, was die Schönheit dieser Ecke der Welt ausmacht. Ein frisches, unberührtes, wildes Fleckchen Erde mit einer ungeheuren landschaftlichen Vielfalt.
Wir sehen schon von Deck aus anmutige Hügelketten und weiße Strände.
Die monumentale Kino-Trilogie "Der Herr der Ringe" wurde in Neuseeland gedreht und die liebliche Wohngegend der Hobbits, das Auenland, liegt ganz in der Nähe von Tauranga.

Abbildung 1

9.30 Uhr
Wir verlassen nach dem Frühstück über die Gangway das Schiff und orientieren uns zu Fuß nach rechts zum Hafenausgang. Der sehr freundliche ältere Herr am Checkpoint wünscht uns einen schönen Tag. An das etwas knautschige Neuseeländisch muss man sich erst einmal gewöhnen.
Wir platzen direkt in eine Sportveranstaltung der örtlichen Schulen (Colleges). Hunderte von Schülern tummeln sich am Strand oder unter den dahinter liegenden Bäumen (einer Nadelbaumart, die ich vorher noch nie gesehen habe). Auf dem Wasser mühen sich etwa zwei Duzend Kajaks gegen den Wind. Das, was bei uns die Bundesjugendspiele mit Leichtathletik sind, wird hier als eine Art Triathlon ausgetragen. Erst mit dem Kajak um eine etwa 100 Meter in der Bucht verankerten Boje, dann mit dem Mountainbike um den vorgelagerten Hügel, und danach einmal den Strand hinunterlaufen und wieder zurück. Die Jugendlichen strengen sich sehr an. Ich habe aber das Gefühl, dabei sein und ankommen ist alles.
Bei vielen erkennt man den Einschlag der irischen Auswanderer. Rote Haare, blässliche Haut und Sommersprossen. Andere haben einen dunklen, fast indianisch anmutenden Typus. Das sind die Nachfahren der Ureinwohner Neuseelands, den Maoris.
Im Gegensatz zu Australien oder den USA, haben damals die Einwanderer Neuseelands einen friedlichen Vertrag mit den Ureinwohnern geschlossen. Er sollte ein Leben im Einvernehmen miteinander garantieren.

Abbildung 2

10.00 Uhr
Sind beeindruckt, wie sauber und gepflegt das Örtchen ist. Liebevoll angelegte Vorgärten mit gemähtem Rasen. Ordentliche Bürgersteige und Straßen. Keines der Gebäude ist höher als ein Stockwerk und die meisten sind sehr modern im Bungalowstil mit viel Glas und Holz gebaut.

Abbildung 3

Man muss beim Überqueren der Straße als Europäer etwas aufpassen, denn auch hier wird, wie in allen bisher besuchten Inseln dieser Reise, links gefahren.
Die Haupt-Einkaufsstraße ist das Westlichste, das wir seit Beginn der Reise gesehen haben.
Sehr angesagte moderne Läden. Möbel, wie auch Klamotten. Entdecken die ersten Frenchise- Läden seit Beginn unserer Reise. Starbucks und Burger King. Ein Indiz dafür, dass die Kaufkraft der Bürger hier höher sein muss.

11.30 Uhr
Wir überqueren in einem 15-minütigen Fußmarsch, über eine Anhöhe hinweg, die Landzunge, auf der Tauranga liegt.
Auf der anderen Seite werden wir von einem breiten Sandstrand mit halbhohen Wellen empfangen. Das ganze erinnert uns ein bisschen an Sylt. Die kleinen Dünen, der Strand, der Wind, das ganze Klima. Der Fußweg hinter den Dünen ist sehr aufwendig mit Holzbohlen verlegt.

Abbildung 4

Im Wasser liegen Surfer (Wellenreiter) auf der Lauer. Am Strand vereinzelt Sonnenbadende.
Tauranga scheint das Strandbad der Nordinsel Neuseelands zu sein.
Uns gefällt es sehr gut und wir beschließen auch hierher noch einmal zurückzukehren, um mit einem Wohnmobil das Land zu erkunden.

Abbildung 5

13.00 Uhr
Entdecken ein Plakat, das in einer Mischung aus deutsch und neuseeländisch ein bayrisches Bierfest mit "Pretty Frauleins" ankündigt.

Abbildung 6

Trinken noch einen Kaffee an Land und bummeln zurück zum Schiff.

14.00 Uhr
Die Koffer müssen gepackt werden.
Dieser Nachmittag steht im Zeichen der Abreise.